Meditation

Meditation Yoga Wiesbaden

Ein wichtiges Werkzeug des Yoga ist die Meditation. Es ist das Hauptwerkzeug von Patañjali und seiner systematische Darlegung des Systems des Yoga. Meditation gehört zu den ursprünglichen ersten Techniken des Yoga.

Begriffsklärung Meditation

Es gibt die unterstschiedlichsten Definitionen zu Meditation. Der Begriff wird von den verschiedenen Fachdisziplinen aus deren jeweiligen Blickwinkel beschrieben. Hier einige Beispiele:

Kurz erklärt verstehe ich hier Meditation als eine achtsamkeitsgeführte mentale Technik. Ich unterscheide hier:

  • die objektgebundene Meditation wie z. B. auf den Atem, auf Geräusche, auf einen Gegenstand
  • offene Meditation: hier beobachtet der Meditierende seine Gedanken, Gefühle, Impulse, Bilder,… ohne sich in ihnen zu verstricken.
  • die analytische Meditation wie z. B. die Meditation auf Enttäuschung

Desweiteren können wir auch folgende Techniken ebenfalls zur Meditation zurechnen:

  • Bewegungsmeditation (Asana)
  • Atemmeditation (Pranayama)
  • Bodyscan
  • Progressive Muskelrelaxation (PMR) – modifiziert
  • Fantasiereisen
  • Arbeiten mit Bildern und Vorstellungen = Visualisierungen

Diese Techniken eignen sich auch hervorragend zur Vorbereitung und zum Einstieg in – wie auch zur Unterstützung – anderer Meditationen!

Was passiert bei der Meditation?

In der Meditation verlassen wir unser automatisches Gedankenspiel und somit unsere gewöhnlichen „Denk-Routinen“. Wir fokussieren uns – außerhalb unseres analytischen Verstandes – auf unser Meditationsobjekt. Mit der Qualität der Achtsamkeit, des Nicht-Urteilens, machen wir den Weg frei für eine neutrale Beobachtung. Es geht um das tiefere Verstehen und Erkennen der wahren Natur der Dinge, der Hintergründe von Situationen, Ereignissen und Gefühlen, fernab von unseren erlernten Denkmodellen, Sichtweisen und oft sehr schmerzhaften Erfahrungen, insbesondere aus unser Kindheit. Das Wahrnehmen, Zulassen und Annehmen von lange versteckten, verdrängten alten Gefühlen hilft ihnen, so dass sie endlich gehen können. Das befreit unser Energiesystem und damit unseren Körper von Altlasten. Dies verändert unseren Blick auf die Wirklichkeit.

Es geht darum, die erlernten Denkmodelle, Sichtweisen, Glaubenssätze zu erkennen, persönlichen Erfahrungen neu einzuordnen und Traumen aufzulösen.

Bild: erlernte Denkmodelle, Sichtweisen, Glaubenssätze, Erfahrungen, Gefühle haben sich auf unsere Fensterscheibe gesetzt und sie gehörig verschmutzt. Dann ist es uns unmöglich, die Wirklichkeit dahinter genau und richtig zu erkennen! Das Problem: wenn wir die Wirklichkeit nur bruchstückhaft erkennen, hat dies oft eine fatale Auswirkung auf unser Handeln. Unser Handeln wiederum hat eine Rückkopplung durch die Umwelt auf uns, mit der wird dann ebenfalls umgehen müssen. Deshalb ist eine klare Wahrnehmung unglaublich wichtig, da sie die Qualität unserer Zukunft, unsere Möglichkeiten und unser weiteres Leben beeinflusst.

In dem Zustand der Meditation öffnet sich unser Blick. Wir können uns – vorurteilsfrei – erforschen und besser verstehen, wie wir wirklich funktionieren. Wir durchschauen was uns antreibt und beeinflußt.

Durch die Bewusstwerdung wird ein Transformationsprozess eingeleitet. Wir müssen also um nichts „kämpfen“, nichts aktiv tun oder verändern.

Ganz im Gegenteil: es geschieht ganz von alleine! Es geschieht nach und nach durch die Erweiterung unseres Bewusstsein.