NervensystemResilienz – Vagustraining

NerversystemRegulation ist ein Training zur Stabilisierung des Autonomen Nervensystems, die ich als individuelle Leistung anbiete. Die Sitzungen dienen der Behandlung sowie der Prävention und finden nach Terminvereinbarung in meiner Praxis oder online per Videosprechstunde statt. Wenn Sie NervensystemRegulation persönlich erleben möchten, vereinbaren Sie gerne einen Termin.

Was bedeutet NervensystemRegulation des ANS?

ANS steht für das Autonome Nervensystem. Das ANS reguliert – ohne unser Zutun 24 Stunden am Tag – alle Körpervorgänge wie Verdauung, Blutdruck, Atmung, Hormonausschüttung, Schlaf u.v.m.

Eine direkte Beeinflussung ist nicht möglich, da das ANS selbsständig arbeitet.

Dennoch können wir indirekt Einfluss nehmen über unseren Körper mit z.B. Sport, Progressiver Muskelrelaxation usw. aber auch über die mentale Ebene – z.B. über Autogenes Training, Mentaltraining, Visualisierungsreisen usw.

Eine besonders interessante Möglichkeit bietet uns unsere Atmung. Sie lebt sozuzsagen ein Zwillingsdasein, denn sie läuft automatisch gesteuert (Gottseidank!) und sie reagiert auf unseren Willen – z.B. beim Tauchen.

Das Atemzentrum liegt zentral im Gehirn und ist ein fantastischer „Netzwerker“. So kann man z.B. gut feststellen wie die Atmung auf Schreck oder andere emotionale Ereignisse reagiert und sich sofort verändert. Sprüche wie „Das hat ihm die Luft genommen!“ oder „Ich kann nicht mehr durchatmen!“ erzählt schon unser Volksmund.

Umgekehrt können wir mit gezielter Atemarbeit – BreathWork – indirekt Einfluss nehmen auf unser ANS und somit auf unsere Körperfunktionen.

Warum sind wir aus der Balance – mal mehr, mal weniger?

Gehirn und Nervensystem reagieren auf alle Reize aus unserer Außenwelt und Innenwelt. Das gilt seit unserer Zeit im Mutterleib bis heute. Die Aufgabe dieses Systems ist es, uns leben und überleben zu lassen. Dazu gehören alle Reaktionen des ANS wie auch des willkürlichen Nervensystems (somatisches NS), z.B. unsere Motorik. Es ist ein unglaublich komplexes System und Zusammenspiel! Hier gibt es für die Wissenschaft noch viele offenen Fragen.

Hier möchte ich ein zugrundeliegendes Thema ansprechen, welches in der Tiefe des Systems (Gehirn und Nervensystem) schon grundlegende Veränderungen in der Steuerung unseres ANS hervorrufen kann. Das ist das Thema Trauma – insbesondere Bindungstrauma.

Was verstehe ich unter einem Trauma?

Als Trauma können wir grundsätzlich alle Ereignisse bezeichnen, denen wir nicht gewachsen waren, in denen wir keine Lösung für das Problem gefunden haben. In diesem Sinne löst auch dasselbe Ereignis bei zwei verschiedenen Menschen nicht dieselbe Reaktion aus. Person A macht das gar nichts aus und sie hat eine adäquate körperliche, emotionale und mentale Reaktion auf das Erlebnis. Person B hat keine adäquate Reaktion und erleidet damit ein Trauma.

Eine grundlegenden Art von Trauma ist das Bindungstrauma. Dieses bezieht sich auf Schwangerschaft, Geburt und besonders auf die frühe Kindheit. Gerade hier werden die Weichen gestellt für das Gefühl der Sicherheit, das Vertrauen ins Leben, das Gefühl der Verbindung mit sich selbst und dem eigenen Körper wie auch mit anderen Menschen. In dieser frühen Lebensphase lernt das Kind auch, ob es sich weiterentwickeln und wachsen darf im zwischenmenschlichen Kontext.

Erlebt das Kind Verlust der Sicherheit, fehlende Bindung, Erziehung im Sinne von verletztend autoritär oder auch z.B. durch Mobbing, Scheidung, dann prägt dies das Nervensytem ein Leben lang.

Dabei müssen dies keinsweg außergewöhnliche intensive Erfahrungen und Erlebnisse von z. B. Mißbrauch sein. Es reichen schon „gewöhnliche Situationen“ wie z.B. ein Krankenhausaufenthalt sowie sich wiederholende Situationen wie z.B. bestimmte Erziehungsmaßnahmen aus.

Mit dieser Prägung entstehen Überlebensstrategien um wieder Sicherheit zurückzubringen wie z.B. geliebt zu werden von der Mama. Strategien wie z.B. 200%tigkeit in seinem Tun, die Entwicklung eines ablehnenden Bildes von sich selbst mit fehlender Selbstakzeptanz, Selbsthaß wie auch von der Welt an sich als einen gefährlichen Ort oder von Menschen wie z.B. „Alle Männer sind Schweine!“.

Unsere gesamte Wahrnehmung wird von all unseren traumatischen Erfahrungen geprägt wie z.B. auch unser emotionales Reaktionsmuster auf Ereignisse und Menschen.

Auf diese ersten Prägungen von Gehirn & Nervensystem setzen dann im Laufe des Lebens oft weitere Traume auf, wie z.B. Mobbing, schwere Verluste, Krankheit, usw.

Alle Traumen verändern die Arbeit unseres ANS!

Veränderungen im ANS

Je mehr Bindungs-/Traumen ein Mensch erlebt hat, die nicht ihren Ausgleich bzw. ein „Reset“ gefunden hat, desdo mehr wird die Flexibilität des Nervensystems eingeengt. Es verliert Möglichkeiten der Selbstregulation. Dies kann sich z.B. in innerer Unruhe, Blutdruckerhöhung, Schlafproblemen, körperlichen Beschwerden wie Verspannungen u.v.m. zeigen.

Wir verlieren auch wichtige Potentiale, auf schwierige Lebenssituationen adäquat zu reagieren. Starke Wutausbrüche (das berühmet HB-Männchen), Rückzug, Erstarrung, Argressionen, Überforderung, Nervosität, usw. können Hinweise sein!

Wir erleben Einschränkungen unserer (Handlungs-)Möglichkeiten, fühlen uns oft wie abgeschnitten und überfordert.

Trauma bringt – nach meiner Erfahrung – immer einen Grundstress in das ANS und damit in den ganzen Körper.

Dazu addiert sich der normale stressige Alltag mit wachsenden Anforderungen. Unsere allgemeine „Weltlage“ und Medien tragen ebenfalls nicht zu einer Entspannung bei. Zusätzliche Lebensereignisse wie Verlust einer Beziehung, Mobbing, finanzielle Probleme u.v.m. können uns dann das Gefühl vermitteln, nicht mehr „Herr der Situation zu sein“, unsere innere Mitte verloren zu haben.

Entweder fallen wir in Erstarrung, Resignation, funktionieren nur noch, oder wir fühlen uns sehr deprimiert und antriebslos, leer oder verlieren schneller die Kontrolle in Alltagssituationen sowie bei Konflikten. Überhaupt kann das adäquate Lösen von Konflikten dann ein Problem werden… und das kostet uns besonders viel Energie!

Ziele des NervensystemResilienz-Trainings

Es geht darum Techniken zu vermitteln, mit denen Sie selbst Ihr ANS regulieren können. Wenn Sie gestresst sind, soll es die Entspannung unterstützen. Wenn Sie sich schlapp und gelähmt fühlen, soll es Ihr ANS wieder in Schwung bringen.

Im reinen Vagustrainung alleine wird der vordere Vagusnerv angeregt. Das bedeutet, Sie üben Entspannung, Runterfahren, Beruhigen.

Ich verfolge eine andere Strategie:

Ähnlich wie im Muskeltraining müssen Spieler & Gegenspieler gleichermaßen trainiert sein um eine optimale Leistung erbringen zu können und anpassungfähig auf die jeweiligen Anforderungen reagieren zu können. Dasselbe gilt für mich für das ANS!

Durch ein regelmäßiges Training soll das Zusammenspiel von Sympatikus und dem Parasympathikus, dem Nervus Vagus und damit die Anspassungsfähigkeit des ANS insgesamt trainiert werden.

  • Wissen als Hilfe zur Selbsthilfe
  • Wissen zur Förderung der Motivation & Selbstakzeptanz
  • Wissen zur Vertiefung der Praxis – was ich verstehe, kann ich schneller einordnen und integrieren!
  • Fundiertes praktische Wissen & Erfahrungen durch Training.
  • Handwerkskasten für den Alltag
  • Notfallkasten für schwierige Situationen.

Inhalt des NervensystemResilienz-Trainings

Formen des NervensystemResilienz-Trainings

  • Einzelbehandlung, Einzel-Coaching
  • Online-Sprechstunde
  • in einer Gruppe

Veranstaltungen – Seminare

folgt bald! Einfach nochmal reinschauen…