Physiologische Reaktionsmuster

Wir können viele Reaktionen gut bei einem Boxer beobachten:

  • Zähne zusammen beißen (um das Gehirn zu schützen) -> Schädelnähte werden unbeweglich.
  • “Schwanz” einklemmen (bei Hunden zu beobachten, die ebenfalls zu den “Säugetieren” gehören) -> das Steißbein zieht sich nach innen. So kann die feste Hirnhaut Gehirn und Rückenmark schützen was noch unterstützt wird durch…
  • Nackenhaare sträuben sich (wenn der “Pelz” sich sträubt, erscheint man dem Gegner größer) -> das bedeutet zusätzliche Anspannung der Nacken- und Rückenmuskeln. Dies  erhöht den Druck auf die Bandscheiben und kleinen Wirbelgelenke. Mögliche Folgen sind frühere Abnutzung, Muskeldysbalancen und schmerzhafte Verspannungen.

Das physiologische Fluchtmuster

  • der Körper verdreht sich in Richtung Fluchtweg. Diese Verdrehung ist Vorbereitung auf die Flucht von Kopf bis Fuß. Dabei werden gewissen Muskelgruppen mehr gespannt und die Gegenspieler gedrosselt. Wird dieses Spannungsmuster nicht wieder aufgelöst, funktioniert der Körper “einseitig”. Trainiert man in dieser Verdrehung, ist die Tendenz da, die Spannung in den schon vermehrt angespannten Muskeln noch zu verstärken. Man kommt nicht mehr in seine Mitte zurück. Gedrosselte Muskel wiederum zu trainieren ist mühsam. Diese entstandenen Muskelspannungsstörungen können Grundlage sein für vielerlei Beschwerden wie Schulter-Armsyndrome, Hüftgelenksbeschwerden u.v.m.
  • Im Laufe des Lebens kommt es durch verschiedenste Stresserlebnisse zudem zu verschiedene Verdrehungen, da wir mal nach rechts und mal nach links flüchten wollten. Diese Muster legen sich übereinander mit den entsprechenden Folgen.

Gemeinsamkeiten: Reaktionen, die bei beiden Mustern auftreten:

  • Die Verdauung wird stark herunter gefahren, der Hunger ist gedrosselt. Bleiben diese Muster bestehen, können wir als Folge an Verdauungsproblematiken denken.
  • Die Reproduktion wird eingestellt. Es macht keinen Sinn in einer akuten Gefahrensituation Energien für Verlieben, Sexualität und  Schwangerschaft bereit zu stellen. Es werden alle Energien zum Überleben benötigt.

Dadurch kann es bei Dauerstress z.B. zu Verdauungsstörungen, Störungen der Sexualfunktion und Problemschwangerschaften kommen.